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SonneMondSterne 2002
 
Termin: 
Von 19.08.2002  bis 21.08.2002
Located at  Bleilochtalsperre (Saalburg)
Veranstalter  Seekers Event (Jena)
DJs  Underworld, Stereo MCs, Grooverider, Sven Väth, Paul Oukenfold, u.a.
Preise  VVK 48 Euro AK: 55 Euro Tageskarte: 35 Euro Parkplatzgebühr: 5 Euro
 
Das immerhin größte (Open-Air) Event in unserer Gegend war sicher wieder Highlight aller Freaks, die nicht ihre Ferien oder ihren Urlaub abseits der deutschen Landen verbrachten. Die Party begann allerdings mit der bangen Frage, ob das Wetter durchhielt, d.h. es einigermaßen trocken blieb um eben ein Open Air richtig zu geniesen. Meldeten die Wettervorhersagen für den Bereich Saalfeld noch am Donnerstag 65% Regenwahrscheinlichkeit, so blieb es bei bescheidenen 5 % beim Wochenendrückblick, wenn gleich sich die Sonne dafür auch nicht in strahlender Verfassung zeigte. Die Besucher taten dies dagegen umsomehr; die Besucherzahlen stimmten wieder (Schätzungen sprechen von 15.000 Besuchern) und es gab auch keine spektakuläre Zwischenfälle wie z.B. letztes Jahr der Ballonunfall. Auf den Zelt- und Parkplätzen wurde eine noch genauere Parkordnung eingeführt als wie letztes Jahr. Die Zufahrten waren aber diesmal alles andere als Luxus, die direkte Zufahrt zum Gelände war in diesem Jahr den V.I.Ps vergönnt, wollte man wahrscheinlich dadurch verhindern, dass sich die ankommenden DJs und Künstler nicht im normalen Zufahrtsstau wiederfanden. Glücklich, dass es ohne größere Regenschauer abging, sonst wäre es bei den Zufahrten sicher etwas chaotischer zugegangen...wer ein tieferliegendes Auto hatte, war aber trotzdem aufgesessen:-)

Der Ablauf der Feierei begann für die Leute, die zur Hauptzeit ankamen, erstmals mit langen Gesichtern, da Freitags zwischen 22 und 24 Uhr zum Teil 2 Stunden Wartezeit an den Eingangsstationen erreicht wurden. Immerhin waren die Promoter von Nescafe so großzügig und haben reichlich kleine Dosen spendiert um einen die Wartezeit zu versüssen. Insgesamt darf für diese SMS vermerkt werden, dass die Sponsoren es z.T. richtig annehmbar machten, einen mit kostenlosen Probeteilen zu verwöhnen. Der Jägermeistertanker merkte es z.B. gar nicht, dass wir ihn in seinem Zapfwahn gleich 4x erleichterten:-) Ach ja...die Axe Duschen waren auch die Krönung...vom Service und von der Anstellzeit...2 Stunden nämlich (und wenn jemand mit Gipsfuss in der Reihe vor einen stand noch etwas länger).

Im Innenbereich fanden sich wieder mehr Merchandise-Stände wie im Vorjahr. Der Aufbau entsprach wieder dem bewährten Konzept einer offenen und geschlossenen Mainarea und insgesamt 4 Clubzelten, die von bekannten Partyorganisationen oder Clubs betreut wurden. Eine hervorzuhebende Idee war sicher das SMS-Zeichen als Lichtträger für die Open-Air-Arena nachzubilden. Witzig aber von vielen gar nicht bemerkt war der Mixery Hubschrauber, der als Ausschankstand in der Mainarea stand. Die Mainzeltarea war auch bei einigen Hauptacts eine klimatische Katastrophe und nicht wenige verwechselten die abtröpfelnde Luftfeuchtigkeit am Eingang mit einer Regenbrise oder einen undichten Zeltdach.

Die Veranstalter hatten Freitags recht viele Hauptacts gebucht, was die Entscheidung wohin am Freitag abend im Innenbereich merklich erschwerte. Sven Väth lies es sich wie in den Vorjahren nicht nehmen auf der Openairbühne wieder ein 2 Stundenset abzuliefern und anschließend bei Major Rush im Hauptzelt ein wenig mitzufeiern. Der Wechsel auf der Open-Air-Tribüne von den Stereo MCs zu Sven Väth war sicher eines der besonderen Ereignisse dieser SMS.

Von den Sets von Väth, Rush und Kruse hatte sich wohl einige mehr erhofft, jedoch war die Masse von der Stimmung her zu urteilen sicher mehr als zufrieden. Bei den Livemitschnitten, die wir bei den Edonky-Links anbieten, hat Radio Sputnik recht gut die Außenstimmung festgehalten, so kann sich dann auch jeder einzelne eine Meinung bilden.

Zur Party gab es auch auf Viva einen TV - Bericht, wo einige der Hauptkünstler u.a. Sven Väth, Underworld, Stereo MCs zu Wort gekommen sind.

Festzuhalten bleibt für SMS, dass es nicht sonderlich förderlich war, dass eine Woche vorher die Nature One war, die aus eigenen Kenntnisstand etliche Leute wegen Fitness- und Geldproblemen es abhielt zur SMS 2002 zu fahren. Leider sollen beide Veranstalter nicht so befreundet sein, dass in Zukunft eine bessere Terminierung zu erwarten ist. Die Werbung für beide Partys wurde im Vergleich zu den Vorjahren weit heftiger gefahren, was sicher für die Masse der Besucher dienlich war, aber eben leider nicht für den Eintrittspreis, der im Vergleich zu den Vorjahren wieder etwas anzog. Hier bleibt die Hoffnung, dass der Ruf der SMS (und der ist sicherlich nicht der schlechteste) in den nächsten Jahren dafür sorgt, dass die Werbung wieder etwas zurückgefahren wird und der Eintrittspreis noch unter 50 Euro gehalten werden kann. Der Preis war sicher für einige schon 2002 zu hoch, aber hier muss natürlich schon zu Gunsten des Veranstalters festgehalten werden, dass schlechtes Wetter nicht vorherzusehen ist und hier eben die Schwierigkeit liegt, sich bei schlechten Wetter und den damit zu erwartenden geringeren Besuchervolumen noch finanziell über Wasser zu halten. Insbesondere muss hier berücksichtigt werden, dass die Werbung für die jeweils nächste Party ja vorgestreckt werden muss und die beträgt für eine Party in der Größenordnung einer SMS sicher um die 100.000 Euro.

Immerhin eines scheint für die SMS klar zu sein: Die Größe der Party ist inzwischen an einen Punkt angelangt, wo eine vernünftige Größe erreicht ist, eine weitere Expansion im Sinne einer Überschaubarkeit der Party nicht vernünftig erscheint. So war es die vergangen Jahre für größere Cliquen immer schwierig, sich zu entscheiden, in welchen Zelt der Abend verbracht werden soll: Streitigkeiten über das wann Wohin waren sicher keine Seltenheit.



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