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Woher kommt eigentlich "unser" Jägermeister
 
Die Überschrift ist natürlich nicht ironisch gemeint, denn wer öfters fortgeht wird auch schon festgestellt haben, dass dieser Likör überall im Nachtleben dazugehört und eben auch zur Zeit wieder Hochkonjunktur in der Techno- und Houseszene hat. Das trotzdem einige von diesem Getränk ihren Respekt haben, geht vermutlich wohl alleine auf die 35 % Alkohol und den etwas bitteren Geschmack des Getränkes zurück.

Erfunden wurde das Getränk 1934 durch den Deutschen Curt Mast - das Getränk erhielt damals schon den markanten Namen "Jägermeister" und als Logo eben den bekannten Hirschkopf und wurde sogleich dann in der Likörfabrik der Familie Mast produziert und vermarktet. Heimat des Jägermeisters ist Wolfenbüttel in Niedersachsen, einer mittelalterlichen Stadt mit 40.000 Einwohnern, die ca. 40 Km südlich von Wolfsburg liegt. Dort wird der Jägermeister inzwischen an zwei Standorten produziert.

Ein weiterer Produktionsstandort wurde 1996 im sächsischen Kamenz in Betrieb genommen und auch für den ausländischen Markt wird inzwischen in Brasilien mit Hilfe einer dort ansässigen Campari-Firma der Jägermeister für den Südamerikanischen Markt hergestellt.

Jägermeister wird insgesamt in 50 Ländern vertrieben und gehört In Tschechien, Ungarn, in der Slowakei und in Bosnien-Herzegowina zu den meistgekauften Importspirituosen, in Slowenien, Kroatien und Estland ist er jeweils der Bestseller.

Durch geschicktes Marketing wurde so also sichergestellt, dass sich hier ein in anderen Ländern recht ungewohnter deutscher Name als Getränk durchsetzte und an Beliebtheit stetig zunahm. Besonderen Erfolg hatte das Unternehmen Jägermeister in den USA auch durch seine dortige Förderung von Band vorwiegend aus dem Rockbereich und dort ein eigener Begriff der Jagermusic geprägt wurde, die es dort zu einem richtigen Labelstatus schon gebracht hat. (siehe u.a. auch jagermusic.com) Die Mast- Jägermeister AG hat nicht zuletzt deshalb 2002 die besten Absatzzahlen des Getränkes in ihrer Geschichte erzielt

 
Woraus und wie wird der Jägermeister hergestellt?

Eine Anzahl von 56 Kräuter, Blüten, Wurzeln sowie Früchte aus verschiedensten Ländern der Erde werden zur Herstellung des Jägermeister-Grundstoffes verwendet: Zimt aus Ceylon, Pomeranzen aus Australien, Rotsandelholz aus Ostindien, Ingwerwurzeln aus Südasien... und natürlich einige Geheimkräuter.

Ach ja, wer wissen will, was eine Pommeranze ist...Die Pommeranze ist eine Bitterorange, also eine Frucht ähnlich der uns bekannten Orange, und wirkt leicht krampflösend, verdauungsfördernd und appetitanregend und gilt allgemein als Heilpflanze.


 
 
   

Jägermeister Werbung anno 1937
 




 
Jedenfalls werden diese Kräuter nach einem Geheimrezept ausgewogen, in verschiedenen Stärken gemahlen und zu Mischungen zusammengestellt. Diese Mischungen werden in Großbehältern mazeriert, d.h. die Kräuter weichen in einem Alkohol-Wasser-Gemisch von ca. 70 % vol. 2-3 Tage ein. Dabei werden den Kräutern die Inhaltsstoffe entzogen und ihre Aromastoffe in der Flüssigkeit gewonnen.

Der Mazerationsvorgang wird mehrere Male wiederholt und dauert ca. fünf Monate. Aus allen bei der Mazeration gewonnenen Abläufen wird der Jägermeister-Grundstoff gemischt, filtriert und dann in Eichenholzfässern eingelagert.

Nach der einjährigen Lagerung wird der Jägermeister-Grundstoff mit Alkohol, Zuckerlösung, Caramel und enthärtetem Wasser zum Endprodukt gemischt.

Die Textzusammenstellung erfolgte aus Presseinfos der Mast-Jägermeister AG
 

 



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